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Neue Brücke für den Verkehr und fürs Auge in Frohburg, Sachsen

Im Sommer 2019 erteilte uns das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Leipzig, den Auftrag für den Ersatzneubau der Brücke. Unsere Ingenieurbauer konnten sich auf eine anspruchsvolle Heimbaustelle freuen.

Spannungsriss-Korrosion hatte im alten Zwei-Feld-Bestandsbauwerk ihre Spuren hinterlassen: So bestand die Gefahr, dass die Spannglieder im Überbau teilweise versagen könnten. Ein Neubau war also unausweichlich geworden.

Neben der anspruchsvollen Gründung und Statik steht auch die Optik im Fokus der FÜCHSE. Die Sichtflächen der Widerlager und Flügelwände werden durch eine Waschbetonstruktur hervorgehoben. Der Überbau wird durch eine im Grundriss mit Radius 200 m gekrümmte, schlaff bewehrte 4-Feld Ortbetonplatte gebildet. Ebenfalls aus optischen Gründen wurden auf der Brückenmitte und an den Bauwerksenden schräglaufende Brüstungsmauern aufbetoniert, deren Oberflächen nun roter Porphyr ziert.

Die Brücke ist bei Autofahrern sehr beliebt. Darum wurde im Herbst 2019 eine Behelfsumfahrung mit Behelfsbrücke errichtet. Der Abbruch des Bestandsbauwerkes erfolgte bis Januar 2020. Bereits im Oktober meldete der Ingenieurbau: Das neue Bauwerk steht!

Bis zur Verkehrsfreigabe am 18.Dezember galt es dann, auf einer Länge von 200 Metern beidseitig der Brücke die Fahrbahn der S 51 zu erneuern. Das 53 Meter lange Bauwerk ist durch 44 Bohrpfähle gegründet, die bis zu zwölf Meter lang und fest im Tonstein verankert sind. Die Zeit bis zum Frühjahr wurde genutzt, um den unterführten Geh-Radweg zu asphaltieren sowie das Gelände wiederherzustellen - mit neuem Oberboden und einem Erosionsschutz für Böschungen mit Hilfe von Jutegewebe.

Die hohen optischen Aspekte mit der ausgeschriebenen Sichtbetonklasse 3 konnten zur besten Zufriedenheit des Bauherrn erzielt werden. Das Projekt wurde mit einer Bausumme von 3,3 Mio Euro Anfang Mai fertiggestellt.